Aktuelles

Im Jahre 1961 rief der aus Dülmen stammende Missionar Friedrich Kaiser (1903-1993) im fernen Peru die Gemeinschaft der »Missionsschwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland« ins Leben. Aus ihren Reihen wurde seit längerem der Wunsch geäußert, das Wirken dieses Glaubenszeugen in besonderer Weise zu würdigen und das Seligsprechungsverfahren für Friedrich Kaiser in die Wege zu leiten. 

Missionar? Glaubenszeuge? Seligsprechung? 

Wir werden vielleicht irritiert durch derartige Begriffe. Zu sehr haben wir uns als Kirche eingerichtet in den Rückzug, in das ängstliche oder missmutige Verharren. 

Die Auseinandersetzung mit Friedrich Kaiser kann uns zu einer neuen Begeisterung verhelfen – also zu einer Offenheit für jenen Geist, der am Pfingsttag verrammelte Türen sprengt und die kleine verängstigte Jüngergemeinde in die Vielfalt und Weite der Sprachen und Nationen hineinführt.

 

     Markus Trautmann
     Pfarrdechant an St. Viktor in Dülmen

Diplomarbeit mit einer Internetpräsentation

Bericht vom 22. Juni 2022

Diplomarbeit1Drei Jahre lang haben zwei Ordensfrauen aus der von Bischof Kaiser gegründeten Gemeinschaft der „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ an einer römischen Hochschule ein gemeinsames wissenschaftliches Projekt erstellt – nämlich die konzeptionelle und praktische Installation einer eigenen Webseite. „Unsere beiden Studentinnen haben in diesen drei Jahren viel gelernt“, berichtet Schwester Inmaculata. „Am Anfang war es sehr schwierig für sie, die neuen Techniken und Instrumente zu erlernen, aber sie waren sehr entschlossen und beständig in ihren Studien.“

Diplomarbeit2Am 21. Juni 2022 wurde die Diplomarbeit von Schwester Rocío und Schwester Johana in einer kleinen Feierstunde in Rom präsentiert, in der die beiden auch ihre Diplome entgegennahmen. Die Internet-Arbeit wurde auf Spanisch, Italienisch, Englisch und Deutsch erstellt und wird in ca. 14 Tagen veröffentlicht. „Es ist unsere Aufgabe die eines Kommunikators, die Wahrheit Gottes zu vermitteln“, meint Schwester Inmaculata. „Man muss einen Überblick über die Welt haben, nicht nur über die allgemeine Realität, sondern auch über die verschiedenen Mentalitäten, die uns umgeben.“

 

Erinnerung an Besuch in St. Joseph

FotoIMG 7774In der Kirche St. Joseph erinnert ein historisches Foto an einen Besuch Bischof Friedrich Kaisers in St. Joseph im Jahre 1967. Damals war der aus Dülmen stammende Missionsbischof zum letzten Mal in Europa. Am Montag, dem 17. April 1967, feierte er in St. Joseph in Dülmen eine Abendmesse. Pfarrer Peter Thewes konzelebrierte, Diakon Möller assistierte und verkündete das Evangelium. Der Gottesdienst wurde als Votivmesse zur Erweckung geistlicher Berufe gefeiert: ein wichtiges Anliegen Bischof Kaisers gerade in seinem Sprengel in den peruanischen Anden. Wegen des ungünstigen Termins war der Besuch dieser Messe nicht besonders gut, und doch erbrachte die Kollekte in dieser Messe (zusammen mit einigen Einzelspenden) rd. 800,- DM.

Eggerode Gespräche – Impulse zum Glauben

12. Mai 2022

EggerodeIn der Reihe "Eggerode Gespräche – Impulse zum Glauben" referierte Pfarrer Markus Trautmann am 12. Mai 2022 zum Thema: "Wege zum Himmel im Münsterland – Selige und Heilige der Region". In dem Vortrag stellte er einige Glaubenszeugen vor, die immer neue Wege gefunden haben, ihren Glauben zu zeigen und zum Ausdruck zu bringen. Unter anderem gab es Einblicke in die Glaubenszeugnisse von Ida von Herzfeld, Christoph Bernhard Verspoell, Josef Pieper, Anna Katharina Emmerick und Hilde Schürk-Frisch. Der Vortrag endete mit der Würdigung des Missionars Friedrich Kaiser und die von ihm gegründete Gemeinschaft der »Missionsschwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland«.

Lasst uns für den Frieden in der Welt beten!

Post aus Caravelí vom 4. März 2022

 

Liebe Wohltäter!

FriedenstaubeWir grüßen Sie von ganzem Herzen. In Lateinamerika kehrt das Leben langsam zur Normalität zurück. In Peru ist die Unsicherheit für die Familien groß, weil es keine Arbeit gibt und die Preise für Lebensmittel gestiegen sind.  Darüber hinaus wird die politische Lage immer schwieriger. Der Präsident wechselt ständig das Kabinett. In Kuba die Situation ändert sich nicht so viel.

Die gute Nachricht: Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um uns von Sünde und Irrtum zu erlösen, wurde in mehreren Dörfern unserer Missionszentren verkündet, Kinder, alte Menschen und Erwachsene waren voller Freude, und in einigen Fällen wurde ein einfaches Geschenk in Form von Schokolade und süßem Brot überreicht. Wenn es möglich war ein Spielsache!

Im Januar fanden die jährlichen Einkehrtage im Mutterhaus in Caravelí und in den Delegationen statt. Wir konnten uns über missionarische Erfahrungen austauschen, theologische Themen studieren und auch handwerkliche Arbeiten machen und den Geist mit einer Einkehrwoche stärken. Wir danken Gott dafür, es war einen gesegneten Monat.

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Peruanische Märtyrerin wird seliggesprochen: Schwester Aguchita half indigenen Stämmen

Info vom 26. Februar 2022

Schwester AguchitaAm 22. Mai 2021 erkannte Papst Franziskus das Martyrium der peruanischen Schwester María Agustina de Jesús Rivas López an, die am 7. Mai 2022 seliggesprochen wird. Die Missionsschwester, die der Gemeinschaft vom Guten Hirten angehörte, hat den größten Teil ihres Lebens im Urwald verbracht.

Die Nonne war am 27. September 1990 von der kommunistisch-maoistischen Terrorgruppe „Sendero Luminoso“ (Leuchtender Pfad) in der Gemeinde La Florida ermordet worden – und zwar zusammen mit acht weiteren Einwohnern auf dem zentralen Platz der Stadt.

Aguchita widmete sich der Gesundheitsfürsorge, der Bildungsarbeit und Alphabetisierung  – und zwar vor allem von Frauen, die sie durch Bildungsprojekte, die Organisation von Jugendgruppen und Familienkatechese in den ländlichen Gemeinden des Yurinaqui-Tal förderte.

Aguchita wurde am 13. Juni 1920 in Coracora geboren. Im Alter von 14 Jahren zog sie nach Lima, um dort die Schule der Kongregation von der Nächstenliebe des Guten Hirten zu besuchen. Sie war vom Ordensleben fasziniert und trat 1941 selbst in die Kongregation ein. 1988 wurde sie als Missionarin in die Stadt La Florida (Junín) geschickt, wo sie trotz der Gefahren und Risiken blieb.

Sie engagierte sich vor allem für den Schutz der Ashaninka-Völker, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Ausbeutung von Gummi und die Zerstörung ihrer Wälder sowie durch Krankheit und Sklaverei dezimiert wurden.

 

Quelle: Fidesdienst

Neue Gründung in Uruguay

Neujahr 2022

 

"Wo eine asphaltierte Straße endet, beginnt die Arbeit eines Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland".


Liebe Wohltäter,

Uruguayam vergangenen 12. Dezember wurde mit der Gnade Gottes und der Anwesenheit von Monsignore Pedro Wolcan die vierte Gemeinschaft der Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland (MJVV) in Uruguay gegründet.

Seit diesem Tag leben vier der neuen Schwester in der Pfarrei Allerheiligsten Sakrament und der Heiligen Therese vom Kinde Jesu.

Die Diözese dankt Gott, "der sein Volk mit großer Liebe begleitet". Und wir beten für die baldige Seligsprechung von Monsignore Friedrich Kaiser Depel, dem Gründer dieser Kongregation".

Die Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland sind in Ombúes de Lavalle (Colonia), Santa Clara De Olimar (Treinta y Tres), Tambores (Paysandú) und seit Dezember 2021 in Caraguatá (Tacuarembó).

Wir bitten um Begleitung mit Ihrem Gebet, damit die Missionarinnen offene Herzen finden um die frohe Botschaft zu hören um zu leben.

Mit lieben Grüssen 

Ihre dankbare

Schw. Maria Inmaculata MJVV

Weihnachtsgruß 2021

Weihnachten 2021.

 

Liebe Freunde!!

Mit grosser Freude grüssen wir Sie, bei der Feier von Jesuskind. Heute zeigt Gott seine Liebe für uns Menschen, die erbarmende Vorsehung Gottes sowie die Gnade und Liebe Jesu Christi, die über Ihnen ausgegossen werden sei, in reichster Fülle auf Ihnen herabziehe. Wir danken Ihre treue Unterstützung zugunsten unseren Missionen in Südamerika. Am 8. Dezember gründeten wir eine neue Mission in Uruguay, das schaffen wir mit Ihrer Hilfe! Christ Kind sei Ihr beste Belohner!

Den gesamten Brief als Download >>>

Pfarrer Markus Trautmann begrüßte Weibischof Zekorn in Dülmen

Bericht vom 3. Juli 2021 der Pressestelle Bistum Münster / Michaela Kiepe

 

Neues Buch widmet sich der Familie von Bischof Kaiser. 

 

Buchvorstellung„Sieben Blüten. Ein Baum“ lautet der Titel eines neuen Buches, das Markus Trautmann, Pfarrer in St. Viktor in Dülmen, am Freitag, 2. Juli, der Öffentlichkeit vorstellte. Im Mittelpunkt der Publikation steht die Familie von Bischof Friedrich Kaiser. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Trautmann mit der Biografie und dem Wirken des 1903 in Dülmen geborenen Hiltruper Missionars, der ab 1939 in Peru wirkte, 1963 in Dülmen die Bischofsweihe empfing und 1993 in Peru verstarb. „Bischof Kaiser ist ein Glaubenszeuge der Region und der Weltkirche. Die Familie war der Ort seiner geistlichen Prägung“, führte Trautmann in die Feierstunde ein, an der unter anderem auch Nichten und Neffen des „Missionars der Anden“ teilnahmen und die seine Großnichte, Hildegard Kaiser, am Flügel musikalisch begleitete.

In seiner Publikation geht es Trautmann nicht nur darum, die Herkunft des künftigen Seligen zu vermitteln, sondern „diese Skizzen können dem Leser und der Leserin helfen, auch einmal über die eigene familiäre Bindung und Prägung nachzusinnen“. Zu diesem und weiteren Themen hatte der Pfarrer einen Interviewgast eingeladen: Regionalbischof Dr. Stefan Zekorn. In dem munteren Gespräch erinnerte sich Zekorn an seine eigene Kindheit in Datteln und Recklinghausen, berichtete von seinem Onkel, der als Missionar in Taiwan tätig war, ebenso wie von selbstverständlichen religiösen Ritualen seiner Kindheit. „Ich habe die Familie immer als wohltuenden Rückzugsort und als Geborgenheitszone empfunden. Mir macht es Sorge, dass dies heute in vielen Fällen nicht mehr so ist. Familie wird eher als anstrengend erlebt“, bedauerte Zekorn.

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Brief Kaisers an die Heimatgemeinde wiederentdeckt

Info vom 18. Juni 2021

Pfarrbrief Viktor1971 1Der Grund der Recherche war eigentlich der 100. Geburtstag des Dülmener Pfarrdechanten Alois Stüper (1921-2011) am 2. Juni: Alte Pfarrbriefe aus den Jahren 1970 bis 1996 mit ihren Themen und Texten sollten Auskunft geben darüber, was das Wirken von Alois Stüper in mehr als 25 Jahren in Dülmen bestimmte. In der Weihnachtsausgabe 1971 fand sich über vier Seiten ein fotokopierter Brief von „Fritz Kaiser von der Tiberstraße“. Darin schildert er seinen seelsorglichen Einsatz in den Anden und dankt als „euer Landsmann“ bzw. als „Dülmener Junge und Bischof“ für die jahrelange Unterstützung seines Wirkens durch die Dülmener Heimatgemeinde im „Hiättken van de Welt“.

Download Pfarrbrief >>>

„Relator“ für Friedrich Kaiser ernannt

Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Seligsprechung


Kaiser in RomIn der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen wurde jüngst der sogenannte „Relator“ im Kanonisierungsverfahren für Friedrich Kaiser ernannt. „Das war für uns eine große Überraschung“, erklärt Schwester Inmaculata, „die Nachricht kam am 30. März am Vormittag.“ Die wichtigste Aufgabe eines Relators ist die Vorbereitung der „Positio“. – Die Positio ist eine in chronologischer Reihenfolge abgefasste Darstellu ng des Lebens und Wirkens eines Dieners Gottes und soll dessen tugendhaftes Leben dokumentieren. (Die dickleibige Positio über Anna Katharina Emmerick kann in der Dülmener Emmerick-Gedenkstätte besichtigt werden.) „Diese Positio wird verschiedenen Gremien in der Kongregation vorgelegt, die darüber abzustimmen haben“, erklärt die Vatikan-Experte Ulrich Nersinger. „Wenn diese verschiedenen Gremien dann positiv entschieden haben, wird die Sache schließlich dem Papst vorgelegt. Der Papst entscheidet letztendlich, ob diese Causa einen positiven Ausgang nimmt. Wenn das geschehen ist, schließt sich noch ein weiteres Verfahren über ein Wunder an. Und dann ist es Sache des Papstes, einen endgültigen Schritt zu setzen.“ – Der nun ernannte vatikanische Relator ist der 1959 geborene italienische Priester und Kirchenhistoriker Maurizio Tagliaferri, der 2014 von Papst Franziskus in die Selig- und Heiligsprechungskongregation berufen wurde. 

Ruf aus den Anden

Schließlich kam mir der Gedanke (– oder war es ein Ruf? –): Gründe du selbst eine Gemeinschaft von Seelsorgeschwestern.

Informationen zu den Gedenktafeln