Aus dem Münsterland in die Anden

Bericht aus dem Viktorboten 14, Pfarrbrief der Katholischen Kirchengemeinde St. Viktor

Gedanken zum „Coesfelder Kreuz“ 

Pfarrer Trautmann überreicht Coesfelder Kreuze an die SchwesternZeitlebens blieb der aus Dülmen stammende Gründer der Seelsorgeschwestern von Caraveli, Bischof Friedrich Kaiser (1903-1993), seiner münsterländischen Heimat verbunden: Hier ist er aufgewachsen und auch von klein auf religiös geprägt worden. Denn auch eine Landschaft bzw. eine Kulturlandschaft kann die spirituelle Mentalität eines Menschen beeinflussen. „Das Münsterland ist altes Kirchengebiet“, so bemerkte der berühmte Erzähler Werner Bergengruen, als er 1933 mit dem Fahrrad Westfalen bereiste und später in seinem Buch „Deutsche Reise“ auch Dülmen beschrieb. „An Landstraßen und Wegekreuzungen, vor den einsamen Bauernhöfen stehen die Bildstöcke, der Gekreuzigte, die Muttergottes, Sankt Antonius; wunderbare Beseelung der Landschaft, die Natur wird der Gnade unterstellt.“

Hier im Münsterland werden seit jeher ganz besondere Kreuzesdarstellungen verehrt – nämlich sogenannte Gabelkreuze. Es gibt diese holzgeschnitzten mittelalterlichen Passionsdarstellungen etwa in Haltern St. Sixtus, Bocholt St. Georg oder Schöppingen St. Brictius. Aber keines von diesen Kreuzen erfasst das Leiden und Sterben Jesu in so einmalig drastischer Weise wie das „Coesfelder Kreuz“ in St. Lamberti in Coesfeld. Die selige Anna Katharina Emmerick, an deren Grab der junge Friedrich Kaiser oft gebetet und innerlich gerungen hat, wurde gerade durch dieses eindringliche Passionsbild inspiriert. Auf ihrem früheren Grab an der heutigen Kreuzkirche steht heute eine moderne Nachbildung des markanten Gabelkreuzes, allerdings mit einem bronzenen Korpus. Eine sandsteinerne Nachbildung finden wir vor der Merfelder Kirche.

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Der neue Rundbrief ist da!

Info vom 19. März 2018


Versand RundbriefSeit vielen Jahrzehnten betreut der „Förderverein Caravelì e.V.“ von Paderborn aus die Spendenübermittlung nach Peru zur Unterstützung der „Misioneras“ sowie den Versand der regelmäßigen Rundbriefe. Aus dem Kreis der hier schon so lange treu und gewissenhaft wirkenden Akteure kam die Anregung, die Aktivitäten mittelfristig in jüngere Hände zu übergeben. So lag es nahe, einmal die Fühler nach Dülmen auszustrecken: Hier wird in besondere Weise das Andenken an Bischof Friedrich Kaiser, dem Gründer der Schwesterngemeinschaft von Caravelì, gepflegt; vor allem gibt es hier seit langem einen umtriebigen Peru-Kreis. So wurde in diesen Tagen zum ersten Mal der Rundbrief als Ostergabe von Dülmen aus an die Wohltäter und Freunde versendet.

Im „Innenteil“ berichtet Schwester Irma von ihrer Missionserfahrung, die sie gemeinsam mit Pfarrer Helmut Friembichler erlebte. Im „Mantelteil“ stellt Pfarrer Trautmann zunächst die veränderte Form des Rundbriefs "Ruf aus den Anden" vor. Weiterhin gibt es "Gedanken zum Coesfelder Kreuz", zudem wird an die Ankunft Kaisers in Caraveli vor 60 Jahren erinnert.

"Der Ruf aus den Anden", Rundbrief 236 >>>

Grüße aus Caravelì

Mail vom 8. März 2018

 

Lieber Peru-Kreis!

Spenden aus DeutschlandEmpfangen Sie einen herzlichen Gruß von Caravelí in dieser heiligen Zeit der Fastenzeit, wo wir noch eine gute und ruhige Sommerzeit genießen können.

Der Monat Februar war für uns im Mutterhaus ein Monat voller Überraschungen und Aktivitäten für unsere Missionare. In Caravelí trafen sich insgesamt 130 Schwestern. Sie hatten einige manuelle und theologische Kurse, Auch hatten sie einige kleine Gaben, die wir dank der Spenden, die wir erhielten, und der Dinge, die sie uns aus Deutschland schickten, überreichten. Heute sind alle in ihren Missionsstationen wieder in ihrer Evangelisierungsarbeit. Jeder unserer Missionarinnen  trägt in seiner Seele Dankbarkeit für Gott für die geistlichen Güter, die sie erhalten hat, und auch für die Dankbarkeit unserer Wohltäter in Deutschland. 

Unsere Schwestern waren sehr glücklich mit dem, was sie bringen konnten. Besonders unsere Schwestern von Patmos Pullo, denn im Januar haben viele Menschen durch das Erdbeben von Acari viele materielle Verluste erlitten.

Jetzt sind wir dran an einer Woche spiritueller Exerzitien. Vom 12. bis 19. März . Ich bitte um Gebete für uns alle und ich verspreche auch unsere Gebete besonders für Ihre Gesundheit und Familie. Viele Grüße von Schwester Inmaculata.

Ihre dankbare

Schw. Flavia MJVV

 

Dankesgrüße von Schwester Flavia

Brief vom 10. Januar 2018

Lieber Perukreis!

DankesbriefVorbereitung für den Besuch unseres Papst Franziskus  in unserem Land, Ich grüße Sie im Namen aller Schwestern die in den Missionen in Lateinamerika arbeiten.

Zu Unserer Freude und mit großen Erstaunen waren Sie auf der Spendeliste vom Dezember mit so einer großen Gabe vertreten. Ihre Hilfe ist uns sehr notwendig für unsere Arbeit in den Anden.

In diesen Monat mit Ihre Spende haben wir die Armen helfen gekonnt, besonders glücklich waren die notleidende Kinder von den verschiedenen Missionen sein. In dieser Missionen unsere Schwestern sin gut angekommen mit dem unvergleichlichen Geschenk der Gnade und dir Freude, hatten wir Dank der großherzigen Spenden, die uns erreicht hatten, die Möglichkeit, den Kindern Schuhe und Spielzeuge zu schenken am Weihnachten. Da unserer Schwestern viele Dörfer besuchten, mussten sie ihre Augenmerk auf die Ärmsten richten, doch die Wahl fiel uns sehr schwer. Die etwas größeren Kinder bekamen wichtige Schuhe und ein klein Spielzeuge und den etwas Kleineren gaben wir die schönes Spilzeuge etwas großerer. Die Freude war riesengroß und auch für die Eltern das hätten sich  gefreut und dankbare. Die Kinder tauschten ihre durchlöcherten Schuhe gegen ihre neuen und warmen Schuhe ein und strahlten vor Freude. Diese Freude, die unserer Schwestern den Kindern aus den Anden schenken durfte, ist für sie das größte Geschenk geworden, das Gott in ihre Missionsarbeit gegeben hat.

 In unsere Mutterhaus in diesen Tage kommen auch wieder viele Mädchen, zur Zeit sind 24. In Caravelí sind auch 21 Novizinen und 24 Juniorinen in der Ausbildung sie sind fleissig und sehr glüclicht mit der Berufung für werden Missionarinen.

Mit den besten Wünschen verabschiede ich mich von Ihr, ich bitte für Sie und Ihre Familie, in diesem Neuen Jahr 2018, um den Segen Gottes, denn „an Gottes Segen ist alles gelegen“.

In Dankbarkeit grüße ich Sie in Namen alle Schwestern
Ihre

Schw. Flavia MJVV

 

Weihnachtsgrüße von Schwester Flavia

Mail vom 12. Dezember 2017

Lieber Peru-Kreis!

Post aus Peru

„Das Wort ist Fleisch geworden“. Das Licht dieser Wahrheit zeigt sich dem, der es mit Glauben aufnimmt, da es ein Geheimnis der Liebe ist.

In der Nacht der Welt wird ein neues Licht entzündet, das sich den einfachen Augen des Glaubens, dem gütigen und demütigen Herzen, das den Erlöser erwartet, zeigt. Das Licht von Weihnachten strahle von neuem in unsere Welt.

„Das Wort ist Fleisch geworden“. Betrachten wir gemeinsam dieses große Geheimnis der Liebe, lassen wir unser Herz hell werden vom Licht, das in der Grotte von Betlehem leuchtet!

Mit unseren herzlichen Wünschen für ein gesegnetes Weihnachten, wir danken Ihnen für Ihre großzügige Hilfe, weil dies unsere Kongregation erlauben "Werk Gottes", gehen Sie vor unserer armen Menschen in unserer Mission Zentren zu helfen.

Möge Gott Ihnen und Ihre Gemeinde den Frieden von Weihnachten geben und das Christkind segne das kommende Jahr 2018!

In Name unsere Generaloberin Schw. Jacinta und alle Seelsorgeschwestern

Ihre dankbare

Schw. Flavia, MJVV

 

Kekse · Karten · Köstlichkeiten in gemütlicher Atmosphäre

Bericht vom 9. November 2017

Basar-Erlös von über 2.000 Euro werden für Winterkleidung in Caravelì/Peru verwendet

PerumarktWeihnachtsplätzchen, Marmelade, Weihnachtskarten, Papiersterne, Engel, Weihnachtslichter und vieles andere – die Gäste im Pfarrheim St. Joseph hatten am Samstagabend und am Sonntagmorgen beim Basar reichlich Gelegenheit, sich mit kleineren und größeren Geschenken und Dekoartikeln einzudecken. Denn allerlei Selbstgemachtes, das schon jetzt auf die Vorweihnachtszeit einstimmt, bot der Basar des Peru-Kreises St. Joseph unter dem Motto „Kekse · Karten · Köstlichkeiten“ in gemütlicher Atmosphäre zum Verkauf an.

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Schwester Flavia und Schwester Maura zu Besuch in Dülmen

Bericht vom 10. September 2017

 

vor der Gedenktafel am WaldfriedhofAm 9. und 10. September 2017 waren Schwester Flavia aus Peru und Schwester Maura aus Chile zu Besuch in Dülmen, um sich für eine Geldspende zu bedanken, die vom Perukreis St. Joseph zu Beginn des Jahres überwiesen wurde. Von dieser Spende konnte Regenkleidung für Kinder im Missionsgebiet Caraveli gekauft werden. Durch starke Regenfälle war diese Anschaffung zwingend notwendig.
Die Schwestern erhielten am Freitag einen Einblick in die Werkstätten Karthaus und am Samstag nahmen sie an einer Tour der Gremien von St. Viktor durch das Gemeindegebiet teil. Gemeinsam wurden die Kirchen St. Agatha und St. Jakobus, die Klosterkirche Maria Hamicolt und die Hostienbäckerei besichtigt.
Weitere Stationen der Schwestern werden Paderborn, das Sauerland und Bonn sein, um dort von ihrer Arbeit in Peru und Chile zu berichten.

 

Peru-Kreis geht neue Wege

Bericht aus dem Viktorboten 11, Pfarrbrief der Katholischen Kirchengemeinde St. Viktor

Langjähriger Einsatz

PerukreisIm Peru-Kreis St. Joseph hat ein Generationenwechsel stattgefunden: Neue Gesichter, neue Ideen. Dabei entwickelt der Kreis engagierter Aktivistinnen eigentlich nur weiter, was in Jahrzehnten grundgelegt und mit viel Leidenschaft gelebt wurde – nämlich der Solidarität mit notleidenden Menschen auf einem fernen Kontinent einen konkreten Ausdruck zu geben. So manche Idee wurde im Laufe der Zeit umgesetzt, um Spenden zu sammeln und die Situation der Menschen in Peru in ein breiteres Bewusstsein zu bringen. Dabei bezog sich das Engagement auf das Gemeindegebiet von St. Joseph. Im Fokus stand, angeregt durch die Dülmener Schwester Klara Sietmann, die Unterstützung des Familienzentrums „Comedor“ in Tablada, einem Vorort von Lima. Insbesondere wurde die dortige Schulspeisung regelmäßig von Dülmen aus gefördert.

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Peruanische Schwestern im Stadtarchiv

Bericht vom 29. August 2016

Besuch im StadtarchivAuf der Suche nach Informationen über den Gründer ihrer Gemeinschaft, Bischof Friedrich Kaiser (1903-1993), besuchten Schwester Inmaculata und Schwester Flavia auch das Dülmener Stadtarchiv. Die beiden Peruanerinnen nutzten ihren Dülmen-Aufenthalt Ende August, um Dr. Stefan Sudmann zu kontaktieren. „Wir konnten seitens des Stadtarchivs auf eine Fülle von erfassten Pressemitteilungen zu Friedrich Kaiser hinweisen und den Schwestern die entsprechenden Fotokopien übergeben“, erklärt Dr. Sudmann. Der früheste Text stammt von 1932 und berichtet ausführlich über Priesterweihe und Primiz des aus Dülmen stammenden Herz-Jesu-Missionars. Die Schwestern zeigten sich erfreut über den hohen technischen Aufwand, mit dem die historischen Sammelbände der Dülmener Zeitung mittlerweile digitalisiert wurden. (Foto: Sabine Tembrink)

Frohe Begegnung bei sommerlichen Temperaturen

Bericht vom 26. August 2016

Enthüllung GedenktafelÜber 60 Interessierte hatten sich am Abend des 26. August zum 5. Spirituellen Dülmener Stadtgang eingefunden, den die FBS Dülmen in der warmen Jahreszeit einmal im Monat anbietet. Diesmal ging es zum Waldfriedhof, wo neuerdings eine Info-Tafel über den Namensgeber der „Bischof-Kaiser-Straße“ Auskunft gibt. Nach einem Gang zu den Priestergräbern des Friedhofs fand in den Räumlichkeiten der Friedhofshalle die Vorstellung einer neuer Internet-Plattform statt. Diese informiert künftig über das Leben von Bischof Friedrich Kaiser (1903-1993) sowie über das Wirken der  von Bischof Kaiser 1961 ins Leben gerufenen „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“. Aus ihren Reihen konnten im Rahmen des Spirituellen Stadtgangs zwei Gäste aus dem fernen Peru begrüßt werden: Während Schwester Flavia die Enthüllung der Info-Tafel vornahm, setzte Schwester Inmaculata den nötigen Mausklick, damit die neue Website online gehen konnte.

Ruf aus den Anden

Jetzt in meinem 84. Lebensjahr beglückt es mich, dass der unaufhörliche Ruf aus den Bergen auch in Zukunft nicht ins Leere verhallen wird.