Grüße aus Caravelì zu Corona-Zeiten

Mail vom 12. Mai 2020

 

Liebe Wohltäter!

Besuch bei einer GroßfamilieHerzlich grüssen wir Sie!

Die Pandemie hat auch unser Land sehr betroffen. Gott sei Dank sind wir alle gesund. 

Nun etwas von uns zu erzählen. Dieses Jahr war  für uns voller Erfahrungen. die Missionarinnen, die in Argentinien arbeiten, hatten Exerzitien Anfang Januar, sie waren insgesamt 55. Gott gab uns eine Überraschung: der gütiger Gott nahm zu Sich unsere liebe Mitschwester Teodora (63 Jahre alt), sie war einer der besten Missionarin dort, sehr enthusiastisch und mutig. Sie fuhr mit 4 Mitschwester von Salta nach San Rafael Mendoza zur Exerzitien. Unterwegs hatten sie nach 4 Stunden Fahrt einen Autounfall, das Pick-up ist drei Mal gerollt und sie starb sofort. Die andere Schwestern hatten nur Verletzungen. Die Exerzitien  wurde mit einer gewissen Traurigkeit durchgeführt, aber gleichzeitig mit der Freude, eine weitere Fürsprecherin im Himmel zu haben. 

Danach hatten auch 30 Mitschwestern in Bolivien Exerzitien, Die beide Exerzitien wurde von unserer Generaloberin begleitet.  Am Ende Januar hatten 173 unserer Missionarinnen von allen Missionszentren in Peru Exerzitien im Mutterhaus zu Caraveli. 

Unsere Missionarinnen in ihren Exzerzitien horten Vorträge von unserem Ordensgründer: "Meditation und Glaube, Glaube und Meditation" an. Zwei Professoren waren zu Gast, einer aus Spanien und der andere aus Nord-Amerika, einen Kanonist und der andere Liturgist, die beide hielten Vorlesungen.  Die Schwestern hatten auch  praktische Kurse wie Gitarre, Ogel, Grusskarte, Kochkurse, usw. Alle waren sehr froh, erneuert worden zu sein, und kehrten in ihre Missionszentren zurück, um die Fastenzeit mit ihren Armen zu beginnen, leider, das wurde in diesem Jahr andere Form als geplant: mit Lautsprecher, weil unsere Missionarinnen auch in Quarantäne sind.

Danach hatten auch die Schwestern die in Lima arbeiten, Exerzitien: Kloster Santa Teresa (18) und Kloster Lurín (5). Und während der Exerzitien, eine weitere Überraschung von Gott. Schw. Narciza, aktive Oberin des Missionszentrums Canarias - Ayacucho (60 Jahre alt) wurde von einem Moment zum nächsten schwerkrank – sie litt seit 25 Jahre lang an Lupus. Sie wurde schnell von ihrer Mission zur Stadt gebracht und hatte Hirninfarkt, starb unterwegs. Sie war auch eine große und nette Missionarin, die immer lächelt und bereit für alles war. Wir freuen uns für sie, dass sie nicht mehr unter den Schmerzen ihrer Krankheit leiden muss, aber sie hat uns traurig gemacht. Ja, wir akzeptieren gerne den Willen Gottes!!

Und jetzt die Pandemie, die uns wachsam macht und die Einschränkungen beachtet, die die Regierung in einer Quarantäne verlängert hat, unsere medizinischen Ressourcen sehr schlecht sind. Das Covid 19 verbreitet sich immer mehr aus und die Infizierten nehmen von Tag zu Tag zu. Heute infiziert in Peru  sind 72.057 Personen und 2.057 Tote.    

Es gibt viel Sorge. Unsere Andenbewohner, die zur Arbeit in die Hauptstadt gingen, haben nicht mehr zu essen, kehren ohne Genehmigung der Regierung zu Fuß und mit ihren Familien in ihre Dörfern zurück. Die Angst, dass sie die Gesunden infizieren könnten, ist groß. In einigen Städten bereiten sie sich auf die Aufnahme ihrer Landsleute vor, wie im Fall des Missionszentrums Coyllurqui - Apurimac. Die Behörde bereiten den Empfang im Sportplatz vor, wo sie zwei Wochen lang leben sollen und dann nach Hause gehen können. Unsere Missionarinnen bereiten die Masken für diese armen Leute vor. Ausserdem werden Betten und Essen organisiert.

Wir in Caravelí sind 166 Schwestern, mit den Novizinnen. Die Vorsehung ist großartig, denn obwohl wir von  Lima keine Nahrungsmittel und Gemüse empfangen können, weil es keine Transporte gibt, wegen der Quarantäne, Gott gibt uns Obst und Gemüse aus unserem großen Garten, der neben dem Exerzitienhaus liegt, also haben wir Kohlrabi, Spinat, Tomaten usw. Gott sei Dank!

Das Beste ist, dass Herr Bischof Nann und Herr Pfarrer Renzo in Caravelí in Quarantäne sind. Gott sei Dank haben wir täglich hier eine heilige Messe.

Der Seligsprechungsprozess, der in Rom schon ist, geht weiter.  Die Schwestern, die in Rom sind, sind wohlauf, aber bleiben nur im Kloster, die Studentinnen bekommen Unterricht durch Internet.

Liebe Wohltäter, wir denken an Sie in unser Gebet, und beten auch für Ihre Familien, Ihre Gesundheit. Nun wünschen wir Ihnen Gottes Segen und alles Gute!!

In Dankbarkeit

Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland


Bilder zur Coronakrise in Peru >>>

 

Ruf aus den Anden

Wir haben keinen Priester. Viele unserer Kinder sind ohne Taufe. Unsere Kranken und Greise sterben ohne Sakramente. Bitte, schick uns einen Priester.

Informationen zu den Gedenktafeln