„Die Missionsarbeiten auf dem Lande waren mir eine Freude, gewiss. Aber die Erfüllung meiner Sehnsucht waren sie nicht. In meinem Innern rief auch weiterhin diese Stimme, ertönte immerzu dieser Ruf aus den Bergen. So blieb es die achtzehn Jahre hindurch, die ich in Lima verbrachte. Am 4. November 1957 bekam der Ruf plötzlich eine neue Klangfarbe. Diesmal kam der Ruf aus den Bergen – ich müsste sagen ‚in die Berge‘ – von Seiten der Kirche. Rom hatte im südlichen Peru eine neue Prälatur (kirchlicher Sprengel auf der Vorstufe zur Diözese; Anm.) geschaffen. Sie umfasste die entlegensten Gebiete der Diözesen Arequipa und Ayacucho. Sitz des Oberhirten würde Caravelí sein. Und der Prälat – wäre ich! … Ich gehorchte dem Ruf. So war ich nun verantwortlich für ein Missionsgebiet etwa so groß wie das Land Nordrhein-Westfalen. Aber ohne seine Wege. Dort wirkten etwa zehn Priester. Es gab nicht eine einzige Ordensfrau. Hier also war ich bei den Verlassensten. Ihr Ruf um Hilfe verhallte nicht. Vielmehr wurde er jetzt immer häufiger, wurde eindringlicher denn je.“ (Friedrich Kaiser, Der Ruf aus den Anden, 1988)
Fotos: Archiv Missionsschwestern
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Friedrich Kaiser hatte sein Silbernes Priesterjubiläum hinter sich (links), als er Ende 1957 die Berufung nach Caravelí zum Leiter der dortigen "Prälatur" erhielt. In dieser Funktion trug er wie ein Bischof ein Pectorale (Brustkreuz).
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Friedrich Kaiser hatte sein Silbernes Priesterjubiläum hinter sich (links), als er Ende 1957 die Berufung nach Caravelí zum Leiter der dortigen "Prälatur" erhielt. In dieser Funktion trug er wie ein Bischof ein Pectorale (Brustkreuz).
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Im März 1958 zog Friedrich Kaiser in die abgelegene Anden-Region um Caravelí. Kaiser predigt an einem improvisierten Altar.
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Im März 1958 zog Friedrich Kaiser in die abgelegene Anden-Region um Caravelí. In zahlreichen Ortschaften wurde er feierlich begrüßt.
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Friedrich Kaiser während einer feierlichen Grundsteinlegung zum Bau einer Schule.
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Ansprache anlässlich der Einweihung eines neuen Friedhofs.
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Während der tagelangen Reisen in fast unerschlossene Gebieten auf unwegsamen Pfaden spielten sich oft dramatische Szenen ab.
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Während der tagelangen Reisen in fast unerschlossene Gebieten auf unwegsamen Pfaden spielten sich oft dramatische Szenen ab.
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Friedrich Kaiser durchquert auf einem Reittier einen Fluss.
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Kaiser mit zwei Schwestern der von ihm gegründeten Gemeinschaft der Seelsorgeschwestern.
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Friedrich Kaiser hatte ein Herz für die Andenbewohner, die ihn anhänglich verehrten. Kinder nehmen gespendetes Spielzeug in Empfang.
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Im Gespräch mit Dorfbewohnern.
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Während des Zweiten Vatikanischen Konzils nahm Kaiser zeitweise Abschied von den Andenbewohnern und flog nach Rom.
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Auf dem Petersplatz in Rom, im Hintergrund der berühmte Obelisk.
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Friedrich Kaiser inmitten der von ihm ab 1961 aufgebauten Gemeinschaft der „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“.
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Bei einer Festveranstaltung.
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An der Seite Friedrich Kaisers wirkte Schwester Willibrordis (Therese Bonefeld, 1907-2002) als „confundadora“ tatkräftig an der Gründung und Entwicklung der „misioneras“ mit.
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Friedrich Kaiser in seinen letzten Lebensjahren in seinem Arbeitszimmer.
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Das bischöfliche Wappen zeigt die Symbole Buch (Evangelium), Kelch (Eucharistie) und Kreuz mit Herz (Liebe Jesu).
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Beisetzung Kaisers am 30. September 1993. „Ein heiliger Priester warst du“, sagte die stellv. Bürgermeisterin von Caravelí. „Du hattest die Gabe, ganz tief in unseren Herzen anzukommen, weil wir bei dir Verständnis fanden.“