Förderverein der Seelsorgeschwestern Caravelí / Peru e.V. · Josef-Heiming-Straße 3 · 48249 Dülmen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Aktuelles & Berichte

Bischof Kaiser

Friedrich Kaiser ist „verehrungswürdig“!

Samstag, 24. Oktober 2026

Gute Nachrichten aus Rom! Am 24. Oktober hat Papst Leo XIV. im Rahmen einer Audienz, die dem Präfekten des vatikanischen Dikasteriums für Selig- und Heiligsprechungen gewährt wurde, den „heroischen...
weiterlesen /
Buchcover

„Unser sternhelles Hoffen“

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Gedanken von Peter Wittkampf In Bischof Friedrich Kaisers Buch „Der Ruf aus den Anden“ (1988) schließt das erste Kapitel, die „Einführung“, mit der Frage nach der Zukunft der Genossenschaft...
weiterlesen /
Spendenaufruf

Spendenaufruf

Samstag, 03. Oktober 2026

Wir bitten um Unterstützung für die älteren Missionsschwestern in Caravelí, die nach einem Leben in Hingabe für die Menschen in den peruanischen Hochanden nun selbst auf Hilfe angewiesen...
weiterlesen /
bei Radio Horeb

Bischof Kaiser im Radio

Samstag, 26. September 2026

In diesen Tagen besuchen Schwester Inmaculata und Schwester Graciela Dülmen und zahlreiche Orte im Bistum Münster. Sie berichten von der sozialen und pastoralen Arbeit ihres Ordens und stellen ihren...
weiterlesen /
Plakat Missio

100 Jahre Weltmissionssonntag

Sonntag, 06. September 2026

Gedanken von Peter Wittkampf. Am 14. Juni 1926 rief Papst Pius IX. den „Sonntag der Weltmission“ ins Leben – der in diesem Jahr am 25. Oktober begangen wird. Über den Auftrag Christi zur Mission...
weiterlesen /
Heilige Rosa

Heiligsprechung vor 350 Jahren

Dienstag, 18. August 2026

Der liturgische Gedenktag der hl. Rosa von Lima ist jedes Jahr am 23. August – doch in diesem Jahr ist es 350 Jahre her, dass Papst Clemens X. im Jahre 1671 die Heiligsprechung von Rosa von Lima...
weiterlesen /
Start der Internetseite

10 Jahre online

Sonntag, 09. August 2026

Am 26. August 2026 ist es zehn Jahre her, dass die Website www.bischof-friedrich-kaiser.de der Öffentlichkeit vorgestellt wurde: Hier finden sich zahlreiche Text- und Bildbeiträge über die...
weiterlesen /
neuer Bischof

Neuer Bischof ins Amt eingeführt

Sonntag, 19. Juli 2026

In einem festlichen Gottesdienst in der Kathedralkirche St. Peter von Caraveli wurde am Samstag, 18. Juli, Monsignore Francisco Castro Lalupú in sein Amt eingeführt. Zu den zahlreichen Gratulanten...
weiterlesen /
Hl. Friedrich

Der 18. Juli: Friedrich Kaisers Namenstag

Mittwoch, 08. Juli 2026

Gedanken von Peter Wittkampf.  Friedrich Kaisers Namenspatron ist der heilige Bischof Friedrich von Utrecht (* ca. 780 in Friesland, + 18. Juli 838). Erzogen und schulisch ausgebildet wurde er...
weiterlesen /
Petersdom

„Positio“ über Friedrich Kaiser wandert weiter

Donnerstag, 25. Juni 2026

Im heißen römischen Sommer nimmt das Kanonisierungsverfahren für Friedrich Kaiser eine weitere Stufe: In diesen Tagen konnte die Postulatorin des Verfahrens, Dr. Maria Victoria Hernandez, dem...
weiterlesen /
Herz-Jesu-Missionare

Herz-Jesu-Missionare in Dülmen

Freitag, 19. Juni 2026

Am Freitag, 19. Juni 2026, hielten sich verschiedene Herz-Jesu-Missionare (MSC) im sommerlichen Dülmen auf, dem Geburtsort von Bischof Friedrich Kaiser. Pater John Chinnapan, Provinzial der...
weiterlesen /
Xanten

Im Kreis von Brüdern

Sonntag, 14. Juni 2026

Leseprobe aus „Sieben Fotos. Ein Motiv.“  Ein Foto ist für sich genommen eine Momentaufnahme – und doch kann es viele zeitgeschichtliche Hintergründe und biographische Informationen über die...
weiterlesen /

Von Zeichen und Symbolen

Bischofswappen

Artikel aus dem Rundbrief Nr. 240, Markus Trautmann

„Caridad docente y penitente“ – dieser Schriftzug ziert die silbernen Broschen, die von den Schwestern der Ordensgemeinschaft, die Bischof Kaiser 1961 gründete, auf ihrem blauen Habit getragen werden. (Wir finden dieses „Erkennungszeichen“ auch auf der Titelzeile unseres Rundbriefes.) „Lehrende und sühnende Liebe“ – so lautet die deutsche Übersetzung der spanischen Worte. Sie nehmen Bezug auf den Namen der Gemeinschaft „Misioneras de Jesus Verbo y Victima“ bzw. auf den Wahlspruch von Bischof Kaiser „Verbum et victima“ – also auf deutsch „Wort und Opfer“.

Noch bevor Friedrich Kaiser 1961 seinen Missionsorden gründete, hatte er diese Begriffe aufgegriffen, als er sich 1958 als Leiter der Prälatur von Caraveli ein Wappen zulegte (das auch sein späteres Bischofswappen wurde). Das Wappen von Friedrich Kaiser zeigt in der Mitte ein Kreuz mit einem Herzen – Sinnbild der Herz-Jesu-Missionare: Sie verkünden, dass Jesus ein Herz für uns Menschen hat und für uns gestorben ist. Jesus hat zu den Menschen gesprochen: Dafür steht die Bibel auf einem weiteren Wappenfeld. Und das dritte Feld zeigt einen Kelch: In Wein und Brot teilt sich Jesus an uns aus und schenkt uns Gemeinschaft. 

„Wort und Opfer“ – das war also für Friedrich Kaiser Programm. Zunächst ist es aus theologischer Sicht eine Aussage über Jesus Christus. Er ist das fleischgewordene „Wort“, in dem Gott sich ausspricht (vgl. Joh 1,1-2) und der Welt Zuspruch schenkt; zugleich ist der Herr in seiner Leidenschaft für seinen Vater und für uns Menschen am Kreuz das „Opfer“ geworden (vgl. Hebr 7,25-27), das in seiner Liebe alles Böse aufwiegt. 

In den Spuren dieses Jesus wollte Friedrich Kaiser die Frohe Botschaft (Verbum) verkünden und mit ganzer Hingabe (Victima) für die Menschen da sein. In diesem Sinne heißt auch die von Kaiser 1961 gegründete Kongregation auf deutsch „Gemeinschaft vom lehrenden und sühnenden Heiland“ (bzw. auf spanisch „Misioneras de Jesus Verbo y Victima“). Denn das „Wort“ will durch konkrete Menschen weitergesagt und verkündet werden. Die Botschaft Jesu fällt nicht einfach vom Himmel, sondern will ausgesprochen und ins Leben „übersetzt“ werden. Dafür braucht es „Botschafter“, etwa in der Predigt und im Unterricht, im beratenden Gespräch oder im seelsorglichen Zuspruch, in der Katechese, im schriftlichen Apostolat. Aber auch das Bekenntnis zum „Opfer“ Jesu will immer neu mit Leben gefüllt werden. Somit heißt „Sühne“ nichts anderes als: der Gleichgültigkeit und dem Bösen einen umso größeren Einsatz an Zuwendung und Barmherzigkeit entgegenzuhalten – und mitzuwirken, dass Böses „wiedergutgemacht“ wird. 

Das klingt vielleicht sehr abstrakt, wird aber durch die Missionsschwestern in Peru und ganz Südamerika sehr konkret und lebensnah seit fast 60 Jahren umgesetzt! Oder wie es Papst Franziskus 2018 in seinem Apostolischen Schreiben „Gaudete et Exsultate“ über den Ruf zur Heiligkeit sagt: „Das Vorbild vieler Priester, Ordensfrauen, Ordensmänner und Laien, die sich mit großer Treue hingeben, um zu verkünden und zu dienen – oftmals unter Einsatz ihres Lebens und gewiss auf Kosten ihrer Bequemlichkeit –, versetzten uns in Bewegung.“ 

Daher kann „Jesus Verbum et Victima“ (Jesus Wort und Opfer) oder „Caridad docente y penitente“ (lehrende und sühnende Liebe) auch weitergefasst übersetzt werden: Verkündigung und Hingabe; Zuspruch und Handeln; Verheißung und Konsequenz; Predigt und Passion; Rat und Tat; Ermunterung und Leidenschaft. Zwischen diesen Brennpunkten leben, so Papst Franziskus, die Heiligen, die uns „überraschen, verwirren, weil ihr Leben uns einlädt, aus der ruhigen und betäubenden Mittelmäßigkeit hinauszugehen.“