Predigten über Bischof Friedrich Kaiser
Papst Franziskus hat am 29. Juni 2019 einen Brief „an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ geschrieben, um die deutschen Katholiken zu bestärken, Glaube und Kirche zu erneuern. Bei dieser Gelegenheit ermahnt der Papst den „Glaubenssinn der Gesamtkirche“ nicht aus dem Blick zu verlieren: Er „befreit uns von Eigenbrötelei und ideologischen Tendenzen“ und erinnert daran, dass jeder Gläubige immer auch „zur Gesamtheit der Gläubigen gehört.“
Daher lohnt sich der Blick über den Tellerrand eigener Befindlichkeiten. Verschiedene Predigten erschließen die beeindruckende Gestalt des aus Dülmen stammenden Missionsbischofs Friedrich Kaiser (1903-1993): Wenn man sich mit seinem Wirken in Peru befasst und sich für die vielfältige Tätigkeit der von ihm gegründeten Schwesterngemeinschaft interessiert – dann kann dies helfen, dass man sich nicht restlos in die Probleme hierzulande verliert. „Es gibt Zeiten, in denen die Traurigkeit mitunter mit Undankbarkeit zu tun hat: Man ist so in sich selbst verschlossen, dass man unfähig wird, die Geschenke Gottes anzuerkennen“, schreibt der Papst. Zu diesen „Geschenken Gottes“ gehört zweifellos der Glaubensmut und die Hingabe, mit der sich die „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ bis heute in den Dienst der Seelsorge stellen und auch unter widrigsten Umständen nach Wegen der Evangelisierung suchen.
Genau diese Haltung sollten wir auch in Europa einüben. „Die Evangelisierung bringt innere Sicherheit hervor, eine hoffnungsfrohe Gelassenheit, die eine geistliche Zufriedenheit schenkt, die für weltliche Maßstäbe unverständlich ist“, sagt Papst Franziskus. Dies ist letztlich der eine Ruf, der in in etlichen Ansprachen anhand verschiedener Schriftworte aufgenommen werden soll.
Eigenverlag · ISBN 978-3-00-064265-4 · ca. 96 Seiten