2022
P. Darwin Thatheus MSC, Provinzial der indischen Provinz der Herz-Jesu-Missionare, besuchte im Rahmen einer Europa-Reise am 29. Oktober 2022 auch Dülmen, wo seit 2017 P. Charly Mitta MSC wirkt. Zusammen mit Pfarrer Markus Trautmann schossen sie ein Erinnerungsfoto unter einer Gedenktafel, die an den Besuch ihres Ordensmitbruders Friedrich Kaiser in der Dülmener Josephskirche im Jahre 1967 erinnert.
Unter dem Motto "Glaube Hoffnungsbotschaft" hat die Kirchengemeinde St. Brictius, Schöppingen, Anfang November wieder zur "Brictius-Woche" eingeladen.
"Trotz aller Dunkelheit, die uns bedrängt, dürfen wir Hoffnung haben, weil Gott die Welt nicht 'abschreibt'. Er ist ihr Ursprung und ihr Ziel.*, heißt es in der Ankündigung der diesjährigen Brictiuswoche. Mit einem reichhaltigen Programm möchte die Gemeinde eine mögliche Antwort zur Frage bieten, wo der Glaube als Hoffnungsbotschaft erscheint und das Leben der Menschen prägt.
Am Montag, 7. November, stellte Pfarrer Markus Trautmann eine Reihe von Glaubenszeugen aus dem Münsterland vor. Die Botschafter des Himmels sind Mutmacher, sich auch in diesen unruhigen Zeiten nicht beirren zu lassen. Jeder der vorgestellten Glaubenszeugen, wie z. B. Gottfried von Cappenberg, Annette von Droste-Hülshoff, Niels Stensen und Heinrich Brabender, haben mit ihren Möglichkeiten neue Wege gefunden, ihren Glauben zu zeigen und zum Ausdruck zu bringen. Auch Bischof Friedrich Kaiser gehörte zur Reihe der vorgestellten Mutmacher. Die von ihm gegründete Gemeinschaft der »Missionsschwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland« wirkt in den entferntesten und entlegensten Gebieten Perus, die praktisch als pastorales Niemandsland und soziales Notstandsgebiet gelten.
Mehr als einen Monat waren sie in Deutschland und Österreich unterwegs, um über den pastoralen Einsatz der „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ zu berichten und Spenden für die vielen Missionsstationen des Ordens in Lateinamerika zu sammeln. Mit einem Brief > sagen sie „Danke“ und bekunden uns ihre bleibende Verbundenheit.
Zum Abschluss ihres Dülmen-Besuchs (2.-5.10.22) haben Schwester Inmaculata und Schwester Benilde aus der von Friedrich Kaiser gegründeten Gemeinschaft der „Missionarinnen vom sühnenden und lehrenden Jesus“ auch Elisabeth Frieling besucht. Die hochbetagte Seniorin ist die ältere von zwei heute noch lebenden Nichten von Bischof Friedrich Kaiser; sie ist die Tochter von Kaisers älterer Schwester Maria (1898-1962). Elli Frieling war über den Überraschungsbesuch am 5. Oktober sichtlich erfreut und schilderte engagiert ihre Erinnerung an „Onkel Fritz“. So kann sie sich noch gut an den großen Tag der Primiz ihres Onkels im Sommer 1932 erinnern, an der sie als Vierjährige teilnahm: „Mit diesem Tag verbinde ich bis heute die frühesten Bilder und Eindrücke meines Lebens“, berichtet sie.
Zeitlebens blieb der aus Dülmen stammende Gründer der Seelsorgeschwestern von Caraveli, Bischof Friedrich Kaiser (1903-1993), seiner münsterländischen Heimat verbunden: Hier ist er aufgewachsen und auch von klein auf religiös geprägt worden. Denn auch eine Landschaft bzw. eine Kulturlandschaft kann die spirituelle Mentalität eines Menschen beeinflussen. Hier im Münsterland werden seit jeher ganz besondere Kreuzesdarstellungen verehrt - nämlich sogenannte Gabelkreuze. Aber keines von diesen Kreuzen erfasst das Leiden und Sterben Jesu in so einmalig drastischer Weise wie das "Coesfelder Kreuz" in St. Lamberti in Coesfeld. Die selige Anna Katharina Emmerick, an deren Grab der junge Friedrich Kaiser oft gebetet und innerlich gerungen hat, wurde gerade durch dieses eindringliche Passionsbild inspiriert. Nachbildungen des "Coesfelder Kreuzes" befinden sich seit vielen Generationen in zahllosen Haushalten oder kirchlichen Einrichtungen im Münsterland, aber auch im ganzen Bistum Münster.
Ein Foto aus den 1960er Jahren zeigt Friedrich Kaiser vor einem solchen Kreuz in einer Wohnung bei einem Verwandtenbesuch in Dülmen.
Seit etlichen Jahren gehen zahlreichen "Coesfelder Kreuze", in der Regel aus Haushaltsauflösungen, auf Reisen nach Südamerika. Dort werden sie in den Missionsstationen der "Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Jesus" in die jeweiligen Kapellenräume gehängt. Am 3. Oktober 2022 konnten die Eheleute Fuchs aus Dülmen-Hiddingsel insgesamt fünf dieser Kreuze an Schwester M. Inmaculata und Schwester M. Benilde übergeben. Sie waren ursprünglich im Rahmen einer Spendenaktion der Eheleute Lürwer aus Osterwick für katholische Gemeinden in Kasachstan bestimmt. So bedauerlich es ist, dass das "Coesfelder Kreuz" als religiöses "Markenzeichen" des Münsterlandes zunehmend aus dem Blick gerät: so schön ist der Gedanke, dass diese Kreuze im fernen Südamerika eine neue Wertschätzung und Verehrung erfahren.
Foto links: Joachim Fuchs
Am Dienstag, 4. Oktober 2022, besuchten Schwester Inmaculata und Schwester Benilde von den „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ das Provinzialat der „Herz-Jesu-Missionare“ in Münster-Hiltrup. Dort stand vor allem der Antrittsbesuch beim neuen Ordensprovinzial, Pater Dieter Afhüppe, auf dem Programm. „Wir sind froh, dass bislang die Hiltruper Missionare unsere Archiv-Recherche für die Seligsprechung von Bischof Kaiser immer wohlwollend und hilfreich unterstützt haben“, betont Schwester Inmaculata. „Pater Afhüppe hat uns mit derselben Zuvorkommenheit willkommen geheißen, wie bislang sein Vorgänger Pater Kleer“, ergänzt Schwester Benilde. Gemeinsam mit dem Provinzial besuchten die Schwestern im Anschluss an die Unterredung den Kloster Friedhof, wo sie am Grab von Pater Reinhold Frieling (1926-2016) verweilten, einem aus Dülmen stammenden Neffen von Bischof Kaiser.
Endlich kann der Dülmener Peru-Kreis wieder Gäste zum jährlichen „Bürgerfest“ begrüßen: Vom 2. bis 5. Oktober werden Schwester M. Inmaculata und Schwester M. Benilde im Rahmen ihrer diesjährigen Bittreise durch Deutschland auch in Dülmen einen Halt einlegen. Dort werden sie sich am „Tag der deutschen Einheit“ am zur Begegnung und zum Gespräch bereithalten. Ferner werden sie kleinere peruanische Artikel wie Schals, Mützen, Lesezeichen oder Weihnachtskrippen zum Verkauf anbieten. Der Peru-Stand ist in diesem Jahr, anders als in den Jahren vor Corona, unter dem Glasdach auf dem „Markt der Möglichkeiten“, zusammen mit anderen kirchlichen und sozialen Initiativen.
Drei Jahre lang haben zwei Ordensfrauen aus der von Bischof Kaiser gegründeten Gemeinschaft der „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ an einer römischen Hochschule ein gemeinsames wissenschaftliches Projekt erstellt – nämlich die konzeptionelle und praktische Installation einer eigenen Webseite. „Unsere beiden Studentinnen haben in diesen drei Jahren viel gelernt“, berichtet Schwester Inmaculata. „Am Anfang war es sehr schwierig für sie, die neuen Techniken und Instrumente zu erlernen, aber sie waren sehr entschlossen und beständig in ihren Studien.“
Am 21. Juni 2022 wurde die Diplomarbeit von Schwester Rocío und Schwester Johana in einer kleinen Feierstunde in Rom präsentiert, in der die beiden auch ihre Diplome entgegennahmen. Die Internet-Arbeit wurde auf Spanisch, Italienisch, Englisch und Deutsch erstellt und wird in ca. 14 Tagen veröffentlicht. „Es ist unsere Aufgabe die eines Kommunikators, die Wahrheit Gottes zu vermitteln“, meint Schwester Inmaculata. „Man muss einen Überblick über die Welt haben, nicht nur über die allgemeine Realität, sondern auch über die verschiedenen Mentalitäten, die uns umgeben.“
In der Kirche St. Joseph erinnert ein historisches Foto an einen Besuch Bischof Friedrich Kaisers in St. Joseph im Jahre 1967. Damals war der aus Dülmen stammende Missionsbischof zum letzten Mal in Europa. Am Montag, dem 17. April 1967, feierte er in St. Joseph in Dülmen eine Abendmesse. Pfarrer Peter Thewes konzelebrierte, Diakon Möller assistierte und verkündete das Evangelium. Der Gottesdienst wurde als Votivmesse zur Erweckung geistlicher Berufe gefeiert: ein wichtiges Anliegen Bischof Kaisers gerade in seinem Sprengel in den peruanischen Anden. Wegen des ungünstigen Termins war der Besuch dieser Messe nicht besonders gut, und doch erbrachte die Kollekte in dieser Messe (zusammen mit einigen Einzelspenden) rd. 800,- DM.
In der Reihe "Eggerode Gespräche – Impulse zum Glauben" referierte Pfarrer Markus Trautmann am 12. Mai 2022 zum Thema: "Wege zum Himmel im Münsterland – Selige und Heilige der Region". In dem Vortrag stellte er einige Glaubenszeugen vor, die immer neue Wege gefunden haben, ihren Glauben zu zeigen und zum Ausdruck zu bringen. Unter anderem gab es Einblicke in die Glaubenszeugnisse von Ida von Herzfeld, Christoph Bernhard Verspoell, Josef Pieper, Anna Katharina Emmerick und Hilde Schürk-Frisch. Der Vortrag endete mit der Würdigung des Missionars Friedrich Kaiser und die von ihm gegründete Gemeinschaft der »Missionsschwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland«.
Liebe Wohltäter!
Wir grüßen Sie von ganzem Herzen. In Lateinamerika kehrt das Leben langsam zur Normalität zurück. In Peru ist die Unsicherheit für die Familien groß, weil es keine Arbeit gibt und die Preise für Lebensmittel gestiegen sind. Darüber hinaus wird die politische Lage immer schwieriger. Der Präsident wechselt ständig das Kabinett. In Kuba die Situation ändert sich nicht so viel.
Die gute Nachricht: Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um uns von Sünde und Irrtum zu erlösen, wurde in mehreren Dörfern unserer Missionszentren verkündet, Kinder, alte Menschen und Erwachsene waren voller Freude, und in einigen Fällen wurde ein einfaches Geschenk in Form von Schokolade und süßem Brot überreicht. Wenn es möglich war ein Spielsache!
Im Januar fanden die jährlichen Einkehrtage im Mutterhaus in Caravelí und in den Delegationen statt. Wir konnten uns über missionarische Erfahrungen austauschen, theologische Themen studieren und auch handwerkliche Arbeiten machen und den Geist mit einer Einkehrwoche stärken. Wir danken Gott dafür, es war einen gesegneten Monat.
Unsere heilige Mutter Kirche bereitet uns nun darauf vor, die Auferstehung mit großer Freude zu feiern. Zuerst die Fastenzeit, die am Mittwoch begonnen hat, ruft uns zur Umkehr auf, d.h. zur Veränderung des Lebens: immer mehr gut zu sein. Heutzutage gibt es keinen Frieden in der Welt, der Mensch will immer mehr materielle Güter haben und die Menschen beherrschen, aber nur einer ist der Besitzer von allem: der gütiger Gott!! Es ist sehr traurig, was mit der Ukraine geschieht, aber wie ist das möglich? Wir sind Brüder! Nur diejenigen, die auf Jesus hören, sind sich dieser Realität bewusst. Die ersten Christen waren einmütig und einhellig, sie teilten alles. Nun, die Kirche fordert uns auf, zu glauben, zu beten, zu opfern und gute Taten zu vollbringen.
Möge Gott jedem von uns die Gnade schenken, unseren Brüdern und Schwestern um uns herum und denen, von denen wir wissen, dass sie uns brauchen, Gutes zu tun.
In Dankbarkeit für Ihre Unterstützung im Jahr 2021 beten wir mit unsere Andenbewohner für Ihre Anliegen und Ihre Gesundheit. Möge Gott Sie mit reichlich Gnade schenken!
Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland
Schw. M. Inmaculata MJVV
Am 22. Mai 2021 erkannte Papst Franziskus das Martyrium der peruanischen Schwester María Agustina de Jesús Rivas López an, die am 7. Mai 2022 seliggesprochen wird. Die Missionsschwester, die der Gemeinschaft vom Guten Hirten angehörte, hat den größten Teil ihres Lebens im Urwald verbracht.
Die Nonne war am 27. September 1990 von der kommunistisch-maoistischen Terrorgruppe „Sendero Luminoso“ (Leuchtender Pfad) in der Gemeinde La Florida ermordet worden – und zwar zusammen mit acht weiteren Einwohnern auf dem zentralen Platz der Stadt.
Aguchita widmete sich der Gesundheitsfürsorge, der Bildungsarbeit und Alphabetisierung – und zwar vor allem von Frauen, die sie durch Bildungsprojekte, die Organisation von Jugendgruppen und Familienkatechese in den ländlichen Gemeinden des Yurinaqui-Tal förderte.
Aguchita wurde am 13. Juni 1920 in Coracora geboren. Im Alter von 14 Jahren zog sie nach Lima, um dort die Schule der Kongregation von der Nächstenliebe des Guten Hirten zu besuchen. Sie war vom Ordensleben fasziniert und trat 1941 selbst in die Kongregation ein. 1988 wurde sie als Missionarin in die Stadt La Florida (Junín) geschickt, wo sie trotz der Gefahren und Risiken blieb.
Sie engagierte sich vor allem für den Schutz der Ashaninka-Völker, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Ausbeutung von Gummi und die Zerstörung ihrer Wälder sowie durch Krankheit und Sklaverei dezimiert wurden.
Quelle: Fidesdienst
"Wo eine asphaltierte Straße endet, beginnt die Arbeit eines Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland".
Liebe Wohltäter,
am vergangenen 12. Dezember wurde mit der Gnade Gottes und der Anwesenheit von Monsignore Pedro Wolcan die vierte Gemeinschaft der Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland (MJVV) in Uruguay gegründet.
Seit diesem Tag leben vier der neuen Schwester in der Pfarrei Allerheiligsten Sakrament und der Heiligen Therese vom Kinde Jesu.
Die Diözese dankt Gott, "der sein Volk mit großer Liebe begleitet". Und wir beten für die baldige Seligsprechung von Monsignore Friedrich Kaiser Depel, dem Gründer dieser Kongregation".
Die Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland sind in Ombúes de Lavalle (Colonia), Santa Clara De Olimar (Treinta y Tres), Tambores (Paysandú) und seit Dezember 2021 in Caraguatá (Tacuarembó).
Wir bitten um Begleitung mit Ihrem Gebet, damit die Missionarinnen offene Herzen finden um die frohe Botschaft zu hören um zu leben.
Mit lieben Grüssen
Ihre dankbare
Schw. Maria Inmaculata MJVV












