Johannes der Täufer

Impuls aus dem Rundbrief Nr. 241, Markus Trautmann

 
Jedes Jahr vor Weihnachten begegnet uns Johannes der Täufer, in diesem Jahr im Evangelium am zweiten und dritten Adventssonntag; und im neuen Jahr endet die Weihnachtszeit mit dem Fest der Taufe des Herrn. Johannes der Täufer ist so eine Art ständiger Begleiter durch die Wochen der Advents- und Weihnachtszeit. Jesus war von dem Eifer und der Aufrichtigkeit des Täufers überaus angetan; er nennt Johannes einmal „den Größten, der je von einer Frau geboren wurde“. Bei Johannes am Jordan lernt Jesus das Bußritual der Wassertaufe kennen; er selbst wird später seine Jünger beauftragen: „Geht zu allen Völkern; macht alle Menschen zu meinen Jüngern; lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch geboten habe – und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!“ (Matthäus 28,19)

Bereits etliche Male hat Papst Franziskus die Gläubigen dazu aufgefordert, sich das Datum ihrer eigenen Taufe herauszusuchen und zu merken: „Kennt ihr das Datum eurer Taufe?“ Falls nicht, so der Papst, sollten sie jemanden fragen, der damals dabei war. „Denn das Datum eurer Taufe ist ein Tag großer Freude, an dem ihr geheiligt wurdet, an dem Gott euch seinen Geist geschenkt hat“, so Franziskus. Die Taufe sei kein Ereignis in der Vergangenheit, sondern wirke ein Leben lang. „Wenn wir unseren Geburtstag feiern, wie sollen wir dann den Wiedergeburts-Tag nicht feiern, oder uns zumindest daran erinnern?“, fragte Franziskus. Am Tauftag müsse man dem Herrn danken, „weil das eben der Tag ist, in dem Jesus in mich eingetreten ist, in dem der Heilige Geist in mich eingetreten ist.“ Wer den eigenen Tauftag vergesse, laufe Gefahr, all das zu vergessen, was Gott einem in der Taufe geschenkt habe. Vor allem das Geschenk des Heiligen Geistes, der es einem erst ermögliche, als Christ zu leben. „Es gelingt uns, in den Letzten und Armen das Gesicht des Herrn zu erkennen, der uns besucht und sich uns annähert.“

Termine

15. August

Primiz

Ruf aus den Anden

Von Anfang an hab ich meinen Schwestern gesagt: Wir sind vollkommen in den Händen der Vorsehung. Wo wir arbeiten, da gibt es nur Arme und Ärmste. Die können uns nicht helfen. Sorgt wirklich, heilige Schwestern zu sein, dann gibt uns Gott stets was wir brauchen.

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