„Positio“ über Friedrich Kaiser wandert weiter
Im heißen römischen Sommer nimmt das Kanonisierungsverfahren für Friedrich Kaiser eine weitere Stufe: In diesen Tagen konnte die Postulatorin des Verfahrens, Dr. Maria Victoria Hernandez, dem vatikanischen „Dikasterium für Selig- und Heiligsprechungsprozesse“ insgesamt 22 Exemplare der überarbeiteten „Positio“ übergeben, damit sie dort den zuständigen Bischöfen und Kardinälen ausgehändigt werden. „Dies ist ein Fortschritt“, schreibt Schwester Inmaculata per Mail an den Caraveli-Förderverein, „und wir bitten Sie um Ihre Gebete.“ Die Missionsschwestern von Caraveli sind sehr dankbar, mit Dr. Hernandez eine kompetente Persönlichkeit gefunden zu haben, die in den letzten Jahren die Verfassung der „Positio“ über Friedrich Kaiser engagiert vorangetrieben hat. Neben der „Causa Kaiser“ betreut sie noch weitere Seligsprechungsverfahren bzw. die Erstellung der jeweiligen „Positio“. Eine „Positio“ (Abkürzung für lat. „Positio super virtutibus“, also „Stellungnahme zu den Tugenden“) ist ein Dokument oder eine Sammlung von Dokumenten, die bei einem Seligsprechungsprozess verwendet wird, um einen Glaubenszeugen für „ehrwürdig“ zu erklären. Im Zusammenhang mit Bischof Kaiser hatten sich seit Anfang Februar 2025 die theologischen „Konsultoren“ mit diesem wichtigen und umfangreichen Dokument befasst. Die Aufgabe der Konsultoren ist es, den Text kritisch zu studieren und eventuelle theologische, historische oder sonstige sachliche Nachfragen zu formulieren, damit entsprechende Präzisierungen oder Klärungen vorgenommen werden. In einer gemeinsamen Sitzung der Mitglieder des Dikasteriums am 15. Mai 2025 haben dann die Konsultoren ihre theologischen Voten abgeben, dann erfolgte die Überarbeitung. Die finale Fassung der „Positio“ werden in den kommenden Wochen die Bischöfe und Kardinäle durcharbeiten und dann ebenfalls ein Votum formulieren, das sie dem Papst vorlegen. Das Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungen befasst sich mit zahlreichen Selig- und Heiligsprechungsverfahren. Momentan gehören ihm 19 Kardinäle, 12 Erzbischöfe, 11 Bischöfe, 4 theologische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie die besagten 13 Konsultoren an.











