Christliche Identität nicht verlieren
Papst empfängt Bischöfe aus Peru
Am Freitag, 30. Januar, empfing Papst Leo XIV. die peruanischen Bischöfe im Rahmen ihres „Ad-limina“-Besuchs im Vatikan. Der Pontifex rief die Oberhirten aus Peru dazu auf, angesichts so vieler gesellschaftlicher und kirchlicher Herausforderungen des Landes zum Vorbild der Apostel zurückzukehren. Zugleich hob er das geistliche Erbe des hl. Toribio von Mogrovejo (1538-1606) hervor, dessen Kanonisation sich in diesem Jahr zum 300. Mal jährt.
Drei zentrale Säulen nannte Leo XIV. für diesen Weg. Als erstes die Einheit und Gemeinschaft: Die Glaubwürdigkeit der Kirche hänge von der realen Gemeinschaft zwischen den Hirten untereinander sowie mit dem Volk Gottes ab. Spaltungen, Einzelkämpfertum und jede Form der Isolation müssten überwunden werden. Ein zweiter Aspekt, so der Papst, sei die Treue zum Evangelium. Das Wort Gottes müsse „integral“ verkündet werden, ohne die eigene christliche Identität im Dialog mit der Kultur zu verlieren. Und drittens gehe es um die Hingabe und Nähe. Nach dem Vorbild des heiligen Toribio seien die Bischöfe gerufen, sich den Menschen – besonders den Schwächsten – nahe zu fühlen und sie wie ein Vater zu behandeln.
Papst Leo XIV. hob hervor, dass Peru für ihn weit mehr als ein diplomatisches Dossier sei. Er habe dort im Laufe vieler Jahre die „Freuden und Mühen“ mit den Gläubigen geteilt. Er schilderte, wie sehr ihn der „einfache Glaube der Menschen“ geprägt habe, von dem er selbst lernen durfte. Diese Zeit in Peru habe ihm die „Kraft einer Kirche vor Augen geführt, die auch inmitten von Prüfungen zu hoffen weiß“. Diese tiefe emotionale und spirituelle Verwurzelung in der peruanischen Kultur bildet nun das Fundament für seinen leidenschaftlichen Appell an die Bischöfe, das geistliche Erbe des Landes lebendig zu halten.











