„Seine Dickköpfigkeit hat wohl sicher eine nervöse Unterlage“

Predigt von Pfarrdechant Markus Trautmann, Allerheilgen 2011 

„Seine Dickköpfigkeit hat wohl sicher eine nervöse Unterlage“, so formulierte 1925 ein psychologisches Gutachten über den Dülmener Friedrich Kaiser, damals Novize bei den Hiltruper Missionaren. „Und weiter: „Solche Naturen muss man zu biegen, aber nicht zu brechen suchen. Versteht man das, dann sind es später oft die brauchbarsten Menschen, da ihr starker geübter Wille Außerordentliches leistet.“ Friedrich Kaiser war durch die Mangelernährung nach dem Ersten Weltkrieg stark angeschlagen, sollte das Noviziat abbrechen. Und doch hat er später – bei stets schwacher Konstitution – Außerordentliches geleistet. Am Tage seiner Bischofsweihe (1963) sagte er beim Mittagessen in der Mütterschule am Bült über sich selbst: „Ein Dülmener Dickkopf gibt nicht auf!“ – Seine Seligsprechung ist im Erzbistum Lima auf den Weg gebracht. 

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Ruf aus den Anden

Hier also war ich bei den Verlassensten. Ihr Ruf um Hilfe verhallte nicht. Vielmehr wurde er jetzt immer häufiger, wurde eindringlicher denn je.