Nun auch ein deutscher Bischof beteiligt
Info vom 7. Dezember 2025
Papst beruft Kardinal Woelki in wichtige Vatikanbehörde
Im vatikanischen „Dikasterium für Selig- und Heiligsprechungen“ wird künftig auch der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki mitarbeiten. Papst Leo XIV. berief am 6. Dezember insgesamt sieben neue Mitglieder in jene zentrale Behörde der Römischen Kurie, die für die Durchführung und Überwachung der Selig- und Heiligsprechungsprozesse zuständig ist. Auch die angestrebte Kanonisierung von Friedrich Kaiser wird hier verhandelt. Die Mitglieder eines Dikasteriums versammeln sich in regelmäßigen Abständen in Rom, um anstehende Fragen zu erörtern und verbindliche Entscheidungen zu treffen. Dem Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungen gehören neben einem festen Arbeitsstab derzeit 43 Bischöfe, unter denen Kardinal Woelki der einzige Deutsche ist. Die Hauptaufgaben dieses Dikasteriums umfassen die Vorbereitung, also die Prüfung der Dokumentation und Beweise (zum Beispiel der heroische Tugendgrad oder das Martyrium) von Kandidaten auf Diözesanebene. Es geht auch um die Untersuchung, d.h. sorgfältige Prüfung der gesammelten Akten (Positio) durch historische Experten und Theologen. Dann geht es um die Wunderprüfung, also wird bei Bedarf die wissenschaftliche und theologische Untersuchung der dem Kandidaten zugeschriebenen Heilungswunder untersucht. Und schließlich die Entscheidung: Die Vorlage der Ergebnisse gehen an den Papst, der die endgültige Entscheidung über die Selig- oder Heiligsprechung trifft.
Foto: wikipedia.org #Reiner Diart, CC BY-SA 4.0
